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Ursachen Dyskalkulie

Ein erster Überblick über mögliche Ursachen der Rechenschwäche zeigt folgende differenzierte Wahrnehmung an:

  • visuelle Wahrnehmung
  • auditive Wahrnehmung
  • Richtungswahrnehmung
  • r äumliche Beziehungen
  • Schwierigkeiten im abstrakten/ symbolischen Denken
  • Gedächtnis

Weitere Ursachen



Neuropsychologische Ursachen

Hier geht man von differenzierter Wahrnehmung in den Teilleistungsbereichen (räumliche Orientierungsfähigkeit, auditive und visuelle Wahrnehmung, Zusammenwirken von Wahrnehmung, Motorik und Gedächtnis) aus. Für das mathematische Lernen geht man davon aus, dass einer dieser Bereiche nicht so funktioniert, wie er eigentlich sollte (differenziert ist).

Entwicklungspsychologische Ursachen (Entwicklungspsychologie nach Piaget)

Erste Phase: Hier sind für das mathematisches Verständnis noch konkrete Handlungen mit realen Gegenständen nötig. (Erlernen der Grundrechenarten z.B. Rechenkästen mit Einerwürfeln, Zehnerstangen usw.)
Zweite Phase: Hier kommt nun die bildliche Darstellung hinzu. Die Mengen
werden zeichnerisch abgebildet, Operationen durch graphische Zeichen veranschaulicht.
Dritte Phase: Hier wird die Darstellung abstrakter (symbolische Darstellung wie mathematische Gleichungen – also die abstrakte Darstellung von Ziffern und Rechenzeichen
Vierte Phase: Hier erfolgt die Automatisierung im Symbolbereich. Auf dieser Stufe angekommen, wird es leichter, komplexe Probleme zu erfassen. Ist eine dieser Phasen gestört, kann die nächste nicht erreicht, schon gar nicht automatisiert werden.

Linguistischer Ansatz

Beeinträchtigungen im Sprachverständnis können sich durchaus im mathematischen Bereich auswirken.

Genetischer Ansatz

Die Fähigkeit zum Erwerb mathematischer Erkenntnisse muss bereits angeboren sein. Darauf weisen Erkenntnisse aus der Säuglingsforschung hin.

Fehlerorientierter Ansatz

20 – 14 = 16 (?) Häufig kommen Rechenprobleme zustande, weil das Kind Begriffe, Techniken, Zusammenhänge noch nicht verstanden hat. Die dabei gemachten Fehler sind nicht etwa willkürlich, sondern unterliegen einer ganz bestimmten Regelstruktur. Das Kind hat eine falsche Lösungsstrategie angewandt. Diese gilt es zu erkennen (analysieren) und zu „hinterfragen“, welche Probleme im Detail bestehen.
F ördermaßnahmen müssen daher auf jedes Kind individuell zusammengestellt werden. Wichtig ist, dass man herausfindet, welcher Lerninhalt sicher und fehlerfrei beherrscht wird, um genau dort mit den Training anzuknüpfen.


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