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So erreichen Sie die Schubumkehr!

So kommt Ihr Kind von der Misserfolgs-Spirale in die Erfolgs-Spirale:
Zunächst bedenken Sie bitte, dass die Schubumkehr nicht schlag­artig erfolgen kann. Dies ist wie bei einem rückwärtsfahrenden Auto: Zuerst muss es abgebremst und zum Stillstand gebracht werden, bevor es nach vorne losfahren kann.

Eine plötzliche Verhaltensänderung ist nur in ganz besonderen Fällen mit stark emotionalen Schlüsselerlebnissen erreichbar. Je länger bei Ihrem Kind die Misserfolgserlebnisse angedauert haben, umso massiver sind auch die Vermeidungsstrategien, die sich durch die fortschreitende Dauer zu selbstständigen Verhaltensmustern entwickelt haben. Selbstständig in dem Sinne, dass sie reflexartige, unbewusste Reaktionen auslösen: Schon die Aussicht Hausaufgaben schreiben zu müssen, ruft negative Empfindungen hervor und leitet Abwehrmaßnahmen ein.
Wie können Sie Ihr Kind motivieren, seine Vermeidungsstrate­gien aufzugeben und die Herausforderung neu anzunehmen? Der Weg dorthin führt nur über positive Erfahrungen: Verschaffen Sie Ihrem Kind Erfolgserlebnisse und seien sie anfangs noch so klein. - Nichts macht erfolgreicher als Erfolg!

Der „Bremsvorgang“: 5 Tipps zum Anhalten der Negativspirale

Hier die zwei ersten Tipps, die restlichen folgen in einem nächsten Beitrag.

Verständnis und Annahme


Ohne dem geht gar nichts! Nur wenn Sie die Wirkweise der Lern­schwäche bei Ihrem Kind verstehen und es samt seiner Schwierig­kei­ten bedingungslos annehmen, können Sie Ihrem Kind wirkungsvoll helfen.
Genauso wichtig: Auch Ihr Kind muss wissen, wie sich die Lern­schwäche auf sein Verhalten auswirkt und diese Auswirkungen grundsätzlich akzeptieren. Nur dann wird es lernen können damit umzugehen.

Änderung des Fokus


Lösen Sie den Blick von den Problemen und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die positiven Dinge.
Nach dem Grundsatz: „Erwische dein Kind, wenn es gut ist!“
Helfen Sie auch Ihrem Kind die positiven Dinge zu sehen. Zum Beispiel durch ein kurzes Gespräch am Abend anhand der Fragen: „Was ist mir heute gelungen? Worüber habe ich mich heute gefreut?“ Besonders wirksam vor dem Schlafengehen, da nimmt Ihr Kind die positiven Gedanken mit in den Schlaf = Kraft für den nächsten Tag. Die Antworten könnten Sie auch in ein "Erfolgstagebuch" stichwortartig eintragen. Dann kann Ihr Kind, wenn es einmal nicht so gut drauf ist, nachlesen. Mit der Erinnerung an die positiven Erlebnisse werden auch die damit verbundenen positiven Gefühle geweckt und Ihrem Kind geht es wieder besser.

Als Download: Vorlage für ein Erfolgstagebuch (97 KB)

Lesen Sie weiter: 3 weitere Tipps zum "Bremsvorgang"


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