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Ist Vermeidung ein gesunder Selbstschutz?

Überlegen Sie bitte die Konsequenzen des bipolaren Antriebsystems und machen Sie sich bewusst, dass diese Vermeidungsstrategien somit ein natürlicher Schutzmechanismus sind, zum größten Teil unbewusst ablaufen und sich im Laufe der Zeit zu einem Verhaltensmuster entwickeln.

Das heißt, dieses Verhalten wird automatisiert und durch sogenannte „Schlüsselreize“ (wie zum Beispiel Hausaufgabe einschreiben), ohne willentlichen Entschluss ausgelöst.

Damit ist aber auch klar: Ihr Kind ist nicht boshaft, unwillig oder dumm, sondern es schützt sich vor der weiteren Zerstörung seines Selbstbildes.

Unser Gehirn entscheidet somit nach der „Lust-Pein-Bilanz bzw. nach dem Prinzip des kleineren Übels. Zum Beispiel: Wenn der „Anschiss" für die nicht gebrachte Hausaufgabe weniger Pein bringt, als der Frust über die vielen Fehler und die damit verbundene Blamage, entscheidet sich das Gehirn für die Unterlassung der Aufgabe.

Das kann sogar so weit gehen, dass Kinder die Hausaufgabe zwar machen, aber dann in der Schule nicht herzeigen: „Ich habe sie vergessen!“

Die Basis für diese Entscheidungen sind unsere persönlichen Empfindungen von Lust und Pein, die durch unsere bisherigen Erfahrungen geprägt wurden.

Das Funktionsprinzip ist bei allen Menschen gleich, der Unterschied besteht nur in dem unterschiedlichen, persönlichem Empfinden: Was dem Einen Lust ist, ist vielleicht dem Anderen schon Pein.

Überlegen Sie einmal, gibt es bei der einen oder anderen Situation in Ihrer Familie unterschiedliche Lust-Pein-Bilanzen?

Lesen Sie weiter: Verändern Sie die Lust-Pein-Bilanz


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